Serbischer Kulturminister in Kloster Decani getauft
(KLOSTER VISOKI DECANI) Der serbische Kulturminister Vojislav Brajovic hat gestern das Kloster Visoki Decani und das Patriarchatskloster in Pec im Kosovo-Metohija besucht. In Decani empfing er durch Vikarbischof Teodosije von Lipljan und die Priestermönche des Klosters das Hl. Sakrament der Taufe.
Brajovic betonte nach Angaben der Nachrichtenagentur Tanjug, dass die Serben ihr geistiges Erbe wenig kennen und schätzen. Er unterstrich auch die Pflicht des Staates, das geistige und kulturelle Erbe im Kosovo zu schützen. Auch die ganze Welt habe diese Verpflichtung, sagte Minister Brajovic und kündigte seine Besuche in anderen Klöstern von Kosovo-Metohija an.
Im Kosovo gehören neben Kloster Decani und dem Patriarchatskloster in Pec auch das Kloster Gracanica und die Kathedrale der Gottesmutter von Ljevis in Prizren, die eigentliche Bischofskirche der Diözese von Raszien-Prizren, zum UNESCO-Welterbe.
Der serbische Kulturminister sprach im Kloster Decani auch über die Kulturförderung in serbischen Gegenden im Kosovo-Metohija sowie über die Notwendigkeit, dass das Theater von Pristina wieder ins Leben gerufen werde.
Bischof Teodosije von Lipljan, Abt des Klosters Decani und Vikarbischof der Diözese Raszien-Prizren, sprach über die gute Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium und die große Bedeutung des Ministerbesuchs: Das Amt für Denkmalschutz, das unter der Ägide des Kulturministeriums arbeite, kümmere sich ständig um den Zustand der Klöster. Bischof Teodosije, der auch Beauftragter der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) für den Wiederaufbau der Kirchen und Klöster im Kosovo-Metohija ist, betonte dabei, dass das Kloster Decani seit dem 14. Jh. kontinuierlich lebe. Es gebe nun viel zu tun, um die Klosterkirche von Decani, wie auch die Kirche des Patriarchatsklosters in Pec zu erhalten, sagte der Bischof. Dazu sollen sowohl die Mönche als auch der Staat ihren Beitrag leisten.
Nach seinem Besuch in den Klöstern fuhr Minister Brajovic weiter nach Kosovska Mitrovica, um das aus Pristina umgezogene Serbische Nationaltheater zu besuchen.
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